Schülerinnen und Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule aus Wächtersbach besuchten die Gedenkstätte Buchenwald
Ein bewegender und zugleich lehrreicher Tag führte zwei 10. Klassen der Friedrich-August-Genth- Schule aus Wächtersbach mit insgesamt 40 Schülerinnen und Schülern zur Gedenkstätte Buchenwald. Der Besuch war im Vorfeld durch die Geschichtslehrer intensiv vorbereitet worden, sodass die Jugendlichen bereits ein grundlegendes Verständnis für die historische Bedeutung des Ortes mitbrachten.
Der etwa zweieinhalbstündige Aufenthalt begann mit einer Einführung durch die Geschichtslehrerin Tanja Relecker. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Gelände und die Ausstellung mithilfe von Audioguides eigenständig zu erkunden. Ergänzt wurde das Programm durch eine Filmvorführung, die eindrücklich die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers sowie die dort verübten Verbrechen dokumentierte.
Während ihres Rundgangs setzten sich die Jugendlichen mit den grausamen Taten auseinander, die an diesem Ort begangen wurden. Die Schülerinnen und Schüler verhielten sich dabei emphatisch und zeigten großes Interesse an der Aufarbeitung der Geschichte. Viele nutzten die Zeit, um sich eingehend mit einzelnen Stationen zu beschäftigen und ihre Eindrücke zu vertiefen.
Der Besuch hinterließ bei allen Beteiligten eine spürbar gedrückte Stimmung. Die Konfrontation mit den historischen Ereignissen regte zum Nachdenken an und machte die Bedeutung des Erinnerns eindrücklich bewusst.
Im Anschluss führte die Exkursion weiter nach Weimar, der Stadt der Dichter und Denker. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen den historischen Stadtkern erkunden. Auf den Spuren von Goethe und Schiller bot sich ihnen die Gelegenheit, die kulturelle Seite der deutschen Geschichte kennenzulernen und die Eindrücke des Tages in einem anderen Kontext wirken zu lassen.
Der Ausflug verband auf eindrucksvolle Weise historisches Lernen mit kultureller Bildung und wird den Teilnehmenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Die begleitenden Klassenlehrer Rainer Donat und Barbara Brückner lobten besonders, die ausgeprägte Reflektion der Gruppe nach diesem erlebnisreichen Tag.
Eine Schülerinnenrückmeldung veranschaulichte den besonderen Wert und die Bedeutung von Gedenkstättenbesuchen eindringlich: „Nie wieder darf so etwas passieren und darf auch nicht vergessen werden“.
