Präventionstag stärkt Medienkompetenz und Gesundheitsbewusstsein
Mit einem breit angelegten Programm gestaltete die Friedrich-August-Genth-Schule erneut einen Präventionstag für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 10. Im Mittelpunkt standen altersgerecht aufbereitete Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen – von digitaler Sicherheit bis zu gesundheitlichen Risiken durch Suchtmittel. Ziel war es, Orientierungswissen zu vermitteln und eigenverantwortliches Handeln zu fördern.
Die sechsten Klassen setzten sich intensiv mit dem sicheren Umgang mit Smartphone und sozialen Netzwerken auseinander. Die Vorbereitung und Moderation übernahmen engagierte Teilnehmende des Wahlunterrichts „Digitale Helden“, wodurch Verantwortung direkt in Schülerhand lag. Mithilfe der „Helden“ lernten die Schülerinnen und Schüler, verlässliche Passwörter zu erstellen, persönliche Informationen zu schützen und sensibel mit Bildmaterial umzugehen.
In Gruppen analysierten sie bekannte Plattformen wie Instagram, Snapchat und WhatsApp hinsichtlich Funktionen, Datenschutz und möglicher Risiken. Zum Abschluss entwickelten sie verbindliche Leitlinien für den Klassenchat.
In den achten Klassen standen unterschiedliche Schwerpunkte zur Auswahl: Cybermobbing, Medienkonsum und Bildschirmzeiten, aber auch Alkohol, Rauchen, Cannabis sowie gesellschaftliche Schönheitsideale wurden thematisiert.
Besonders bereichernd war die Mitwirkung der externen Referenten Marcus Arazi und Jan Gärtner, die mit fachlicher Expertise und einer offenen, wertfreien Gesprächskultur neue Perspektiven eröffneten. Ihre Beiträge ermöglichten eine sachliche Auseinandersetzung mit sensiblen Inhalten. Nachhaltigen Eindruck hinterließ zudem der Einsatz sogenannter Rauschbrillen, mit denen Einschränkungen unter Alkoholeinfluss realitätsnah erfahrbar wurden.
Die zehnten Klassen widmeten sich aktuellen Herausforderungen der Informationsgesellschaft. Sie untersuchten Mechanismen hinter Fake News, reflektierten Verschwörungserzählungen und diskutierten Erscheinungsformen von Hate Speech. Darüber hinaus wurden Potenziale und Grenzen Künstlicher Intelligenz beleuchtet. Der Fokus lag auf Quellenkritik, Meinungsbildung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die intensive Mitarbeit zeigte, wie wichtig fundierte Medienbildung für demokratisches Zusammenleben ist.
Der Präventionstag verdeutlichte erneut den Stellenwert nachhaltiger Aufklärungsarbeit im schulischen Alltag. Durch fachliche Impulse, praktische Elemente und eigenständige Beiträge der Schülerinnen und Schüler entstand ein lebendiger Lerntag, der weit über reine Wissensvermittlung hinausging. Die Friedrich-August-Genth-Schule plant, dieses bewährte Format weiterhin fest im Jahresprogramm zu verankern.

