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Französisch erleben im Elsass: Ein Tag voller Sprache, Kultur und Lichterglanz


Einen besonderen vorweihnachtlichen Ausflug erlebten die Französischkurse der 9. und 10. Klassen der Friedrich-August-Genth-Schule Wächtersbach am 17. Dezember. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften machten sich 54 Schülerinnen und Schüler frühmorgens um sechs Uhr mit dem Bus auf den Weg ins französische Colmar im Elsass. Begleitet wurde die Gruppe von Christina Weber, Ursula Stein sowie der Fachschaftsleiterin Französisch, Annette Feeser.

Schon bei der Ankunft gab es viel zu entdecken: Bereits bei der Einfahrt in die Stadt konnten die Teilnehmenden die Freiheitsstatue bewundern, die an den aus Colmar stammenden Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi erinnert. In der historischen Altstadt warteten zahlreiche weitere interessante Sehenswürdigkeiten auf die Gruppe.

Ein Höhepunkt des Tages war der Besuch der Colmarer Weihnachtsmärkte. Insgesamt konnten die Schülerinnen und Schüler sechs verschiedene Weihnachtsmärkte erkunden, die über die gesamte Innenstadt verteilt sind. Besonders beeindruckend war der Weihnachtsmarkt im malerischen Viertel Petit Venise, das mit seinen Fachwerkhäusern und Kanälen eine ganz besondere Atmosphäre bot.

Neben dem weihnachtlichen Flair stand auch das Lernen im Mittelpunkt. Im Spielzeugmuseum erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung in französischer Sprache, bei der sie ihr Hörverstehen unter realen Bedingungen erproben konnten. Zusätzlich nahmen sie an einer Rallye durch die Stadt teil, bei der sie auf den Spuren des berühmten Colmarer Künstlers Hansi unterwegs waren und dabei alte Berufe auf Französisch kennenlernen konnten.

Nach einem langen, aber erlebnisreichen Tag kehrte die Gruppe gegen 21 Uhr wieder nach Wächtersbach zurück. Die Fahrt bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur einen stimmungsvollen Einblick in die französische Weihnachtskultur, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden – ein Ausflug, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Nachmittag führte die Gruppe tief hinab in die berühmten Bock-Kasematten. In den engen Gängen und dunklen Winkeln dieser historischen Festungsanlage ließ sich erahnen, wie beklemmend das Leben für die bis zu 1200 Soldaten gewesen sein muss, die hier einst stationiert waren. Für einige Schülerinnen und Schüler war der Besuch durchaus auch eine Mutprobe – nicht jeder fühlte sich in den finsteren Ecken und Wendeltreppen ganz wohl.

Optional konnten interessierte Schülerinnen und Schüler im Anschluss ein Erinnerungsfoto mit der Statue der sagenumwobenen Melusina direkt am Fluss Alzette machen und den atemberaubenden Ausblick vom Panorama-Lift im Stadtteil Pfaffenthal genießen. Auch wenn der Aufenthalt kurz war, war der Blick über das Tal und die Altstadt den Umweg wert.

In der anschließenden Freizeit konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen durch die Gassen schlendern, Souvenirs und französische Leckereien – allen voran die heiß begehrten Macarons – kaufen und das Flair der Stadt auf eigene Faust genießen.

Der Tag endete, wo er begonnen hatte: am Place Guillaume II. Dort wurde noch vor dem Hôtel de Ville ein gemeinsames Abschlussfoto geschossen und natürlich der Schatz abgeholt – bevor es auf die Heimreise ging.

Diese geriet durch zahlreiche Umleitungen zu einer kleinen Irrfahrt, doch trotz allem traf der Bus gegen 21:30 Uhr wieder wohlbehalten an der Schule ein. Müde, aber voller neuer Eindrücke und Geschichten im Gepäck, werden sich alle Beteiligten wohl noch lange an diesen außergewöhnlichen Tag erinnern.


 

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