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Ehemalige Schüler bringen Börsenplanspiel an ihre frühere Schule


Wenn ehemalige Schülerinnen und Schüler an ihre frühere Schule zurückkehren und dort eigene Projekte vorstellen, ist das etwas Besonderes. Genau das war nun an der Friedrich-August-Genth-Schule der Fall: Vier Schüler aus der Oberstufe des beruflichen Gymnasiums Gelnhausen stellten dort das Börsenplanspiel Tradity vor – bereits zum zweiten Mal wird das Angebot an der Schule ermöglicht.

Tradity ist ein Börsenplanspiel, bei dem Jugendliche mit virtuellem Startkapital Wertpapierhandel ausprobieren können – ohne echtes finanzielles Risiko. Ziel ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge nachvollziehbar zu machen und Berührungsängste abzubauen.

Die vier Oberstufenschüler Jannis Frense, Leo Kropp, Arne Karau und Felix Klein sind Teil des Initiatoren-Teams, das Tradity nicht nur an der eigenen Schule begleitet, sondern das Projekt auch an weiteren Schulen vorstellt und mitkoordiniert. Für drei von ihnen ist der Besuch an der Friedrich-August-Genth-Schule zudem eine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Sie waren dort bis zur Klasse 10 selbst Schüler.

Innerhalb von zwei Schulstunden wurden alle Klassen der Jahrgänge 8 bis 10 in kurzen Präsentationsrunden informiert. Neben einem Überblick über das Planspiel ging es vor allem um konkrete Punkte: Wie läuft die Teilnahme ab? Welche Regeln gelten? Welche Gewinnmöglichkeiten gibt es? Und was bedeutet es überhaupt, mit virtuellem Kapital ein Depot aufzubauen und Entscheidungen wie an der Börse zu treffen?

Die vier Oberstufenschüler machten dabei deutlich, dass es ihnen nicht nur um Börsenwissen geht. Für jede Anmeldung fließt ein Euro als Spende in ein soziales Projekt im Kreis. „So können wir mit der Teilnahme gleichzeitig etwas Gutes tun“, erklärte Leo Kropp – ein Aspekt, der bei vielen Schülerinnen und Schülern besonders gut ankam.

Neu und besonders wichtig für die Umsetzung an der Schule ist die lokale Unterstützung: Zwei Schüler aus der 9. Klasse, Marc Fabio Colussi und Bengt Wenzel, wurden als Lokalkoordinatoren gewonnen. Sie sind an der Schule die direkten Ansprechpartner für Mitschülerinnen und Mitschüler, etwa bei Fragen zur Anmeldung, zum Ablauf oder zur Nutzung der Plattform. Begleitet und unterstützt werden sie dabei weiterhin durch das Oberstufen-Team, das das Projekt initiiert und auch über die Vorstellung hinaus betreut.

Organisiert wurde die Vorstellungsrunde erneut von der pädagogischen Koordinatorin Carina Schauermann gemeinsam mit dem ehemaligen Schüler Jannis Frense – schon zum zweiten Mal wird damit ein Angebot geschaffen, das über den Unterricht hinausgeht. Der Fokus liegt nicht nur darauf, Finanzbildung zu stärken, sondern vor allem Interesse zu wecken und Jugendlichen zu zeigen, dass solche Themen alltagsnah und spannend sein können.

Gleichzeitig sieht die Schule darin ein starkes Signal: Ehemalige kommen zurück, bringen eigene Ideen mit und übernehmen Verantwortung. Solche Initiativen möchte die Friedrich-August-Genth-Schule auch künftig fördern und gezielt stärken.


 

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