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Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 g/h/i/k/l besuchen das Pompejanum in Aschaffenburg

 

Wie wusste denn ein Römer, dass er erwachsen war? Welche Feiern gab es damals? Wurden Jungen und Mädchen unterschiedlich behandelt? Diesen Fragen wollten die LateinschülerInnen der 7. Jahrgangsstufe unserer Friedrich-August-Genth-Schule am 19. April 2012 nachgehen.





Im Lehrbuch hatten sie zwar schon ein paar Informationen erhalten, aber etwas selbst erleben, ist schon besser. So brachen die 40 Latein-schülerinnen und -schüler mit ihren Lehrern G. Goralewski und M. Wagner zu einer Exkursion nach Aschaffenburg auf.






Dort waren sie einen Tag „Zu Besuch bei Familie Nigidius“, eine Familie, die es tatsächlich gegeben hat und die sehr wohlhabend war.
Wenn ein Sohn reicher Eltern damals erwachsen wurde, gab es ein großes Fest und er bekam auch ein besonderes Festgewand. Damit wurde er an diesem Tag zum ersten Mal eingekleidet, wie das hier mit Jan geschehen ist. Da die ganze Prozedur nicht einfach war, konnte er das nicht allein, sondern brauchte dazu die Hilfe von Sklaven.
Sein Spielzeug und Nüsse opferte der erwachsene Junge den Göttern, wie hier die Führerin der Gruppe erklärt.




Währenddessen musste natürlich ein mehrgängiges Festmahl vorbereitet werden. Dazu gab es Köche und Sklaven in der culina. Die Römer hatten aber einen anderen Geschmack als wir: Zu sehr vielen Gerichten aßen sie eine Art scharfe Würze, das „Garum“, eine Fischsoße. Hier riechen Valentin, Jonathan und Jonas an einem ähnlichen Gewürz.








Aber auch süße Naschereien gab es für die Römer. Hier sehen wir eine antike Muffinbackform.
Und was geschah mit den Mädchen? In der Antike wurden sie einfach verheiratet, so wie hier Celine von unserer Führerin mit Roland verheiratet wird. Liebe war nicht wichtig, sondern vielmehr das Einkommen des Bräutigams. Aber wenn die Ehe so gar nicht funktionierte, konnte man sich auch wieder scheiden lassen.
Nachdem nun alle Latein-schülerinnen und -schüler auf Lateinisch erwachsen wurden, konnten sie auch in kleinen Gruppen die basilicae (Kaufhäuser) Aschaffenburgs auf dem forum (Marktplatz) erkunden. Anschließend ging es wieder zurück nach Wächtersbach.

M. Wagner