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Skifreizeit der FAG – ein fester Bestandteil des Schulprogramms

In diesem Jahr hieß es für 141 Schüler und Schülerinnen aus sechs Klassen des Real- und Gymnasialzweiges sowie einem Vertreter der Hauptschule „Zauchensee, wir kommen!“
Am 27.2.2012 starteten die ersten 68 Schüler der Klassen 8a, d, e, i und k mit fünf Sportkollegen, einer Hausaufsicht und einem Studenten voller Erwartung in Richtung Alpen. Kaum richtig angekommen, wurden die Zimmer in Beschlag genommen, Koffer ausgepackt und das Haus inspiziert. Alles da – Turnhalle – Internetzugang – Tischkicker – TT – Skikeller und der Getränkeautomat, aber wo sind die Skischuhe und Ski?
Ah, … selber holen im nahegelegenen Sportgeschäft. Na dann los. Vollgepackt und mit nicht mehr ganz so erwartungsvollen Gesichtern ging es zurück zum Ennshof. Ski fahren soll Spaß machen? Na da muss aber noch einiges passieren.
Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet hieß es am nächsten Morgen: „Auf die Bretter … fertig …los!“ „Na toll und wie soll das bitteschön gehen?“ In den nächsten Stunden stand Ski tragen, Bindung beherrschen, Bewegen in der Ebene, Roller fahren, erstes Aufsteigen und ‚die erste Abfahrt‘ mit Bremsen auf dem Lehrplan. Bereits nach zwei Stunden haben die ersten Gruppen den Tellerlift zu ihrem neuen Freund ernannt. Motiviert durch das schnelle Vorankommen ließen sich fast alle Schülerinnen und Schüler anstecken, sodass am Ende des Tages fast alle Schüler die erste Liftfahrt gemeistert hatten.
Die ‚Profis‘ unter den Schülern erkundeten in der Zwischenzeit das Radstädter Skigebiet. Sie staunten nicht schlecht, als sie am Nachmittag ihre Kameraden den ‚Babylift‘ runterdüsen sahen.
Müde aber glücklich darüber, dass Ski fahren doch Spaß machen kann, ging es um 15.30 Uhr zum Jugendhotel zurück. Bis zum Abendbrot standen Körperpflege, den Ort erkunden oder einfach nur Relaxen auf dem Plan. Für die Unermüdlichen unter den Schülern ging es nach dem Abendbrot noch einmal in die Turnhalle, bevor es um 22 Uhr hieß – Licht bitte aus – Nachtruhe!
Von Tag zu Tag wuchs die Routine, die Abfahrten wurden rasanter und die Abfahrten steiler. Egal, ob blaue oder rote Pisten, ob Neuschneeauflage oder aufgeworfene Hügel, wer den Dreh erst einmal raus hatte, konnte gar nicht mehr genug bekommen. Einige Gruppen ‚schaukelten‘ sogar zwei Täler weiter bis Kleinarl. Der freie Nachmittag wurde von vielen genutzt, um ins Erlebnisbad mit 8 m Freifallrutsche zu gehen oder Andenken zu kaufen.
Das Ende der Skiwoche kam viel schneller als erwartet. Das Skimaterial wurde zurückgegeben, Koffer gepackt und nach einem zünftigen Abschlussfest mit standesgemäßer Skitaufe und Disco wurden am nächsten Morgen die Zimmer geräumt. Viele wären gerne noch länger geblieben und so hielt sich der Jubel in Grenzen, als am 03.02.2012 um 8. 30 Uhr die Busse mit der ‚Ablösung‘ um die Ecke bogen. Die 73 Neuen der Klassen 8d, g und h mit ihren Begleitern Barbara Brückner, Anja Barwich, Andreas Sieber und Tanja Relecker verließen, müde von der Nachtfahrt aber voller Erwartung, was die Anderen zu berichten hatten, den Bus.
Die einen Koffer raus aus dem Bus, die anderen rein, nur nichts verwechseln und auch keinen Schüler vergessen. Keine halbe Stunde später, ein kurzes Hupen und die Busse verschwanden wieder um die Ecke.
Für drei Lehrkräfte und den Studenten hieß es nun: Auf in die zweite Runde. Verstärkt durch das neue Personal ging es ohne Verschnaufpause, bei frostigen – 15 °C zur Skiausleihe. Zimmer wurden zugewiesen und es war sogar noch Zeit, um sich mit dem neuen Material vertraut zu machen.
Das Wetter zeigte sich in der zweiten Woche von seiner frostigen Seite. Die Temperaturen sanken nachts auf -25°C und auch tagsüber kletterte das Thermometer nur selten auf über – 10°C. Obwohl es den meisten gar nicht so kalt vorkam, waren es doch so viele neue Eindrücke, die es zu verarbeiten galt. Am Nachmittag ging es gestärkt und aufgewärmt wieder auf die Bretter.
Die Skiarena Zauchensee bot ideale Pistenbedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene. Auch in der zweiten Woche hatten die meisten Schüler den Dreh mit den Kurven schnell raus und die ‚Weltcup-Piste‘, auf der die Weltspitze sonst um Zehntel-Sekunden kämpft, war gar nicht mehr so steil, man muss sich halt nur etwas Zeit lassen.
Der Besuch im Schwimmbad musste diese Woche leider ausfallen – bei 1600 Besuchern wäre das Rutschen zur Geduldsprobe geworden. Dann lieber eine Extraeinheit Turnhalle und Spiele. Disco und Karaoke rundeten den Tag ab.
Das große Engagement jedes einzelnen Kollegen, die tatkräftige Unterstützung unseres Studenten während des Skikurses und die Gastfreundschaft unserer Herbergseltern haben wieder einmal mehr dazu beigetragen, dass sich Schüler und Lehrer von einer ganz anderen Seite kennengelernt haben.
An dieser Stelle möchte sich das Organisations-Team, Dieter Weber, Anja Barwich und Rainer Donat, nochmals herzlich bei seinen Kollegen für ihren überdurchschnittlichen Einsatz bedanken: Diana Appich, Gerhard Eidt, Rüdiger Führlich, Anne Ohlenburger, Michelle Schindler, Olaf Jahn, Bärbel Brückner, Rüdiger Führlich, Tanja Relecker und Andreas Sieber.


Im kommenden Schuljahr wird die Jahrgangsstufe 8 zum letzten Mal auf Skifreizeit gehen. Grund: die Vielfachbelastung in dieser Jahrgangsstufe - Vergleichsarbeit, Frankreichaustausch, Konfirmation, Konfirmationsfreizeit … beanspruchten die Schüler und den Geldbeutel ihrer Eltern in den letzten Jahren doch erheblich – es blieb ja kaum noch Zeit für die Schule!
Künftig wird die Skifreizeit nun in der Jahrgangsstufe 7 durchgeführt. Für die Schulleitung und das Organisationsteam „Skifreizeit“ bedeutet dies, dass im Schuljahr 2012/2013 nicht wie üblich 6 – 7 Klassen in zwei Wochen, sondern 15 Klassen (ca. 440 Schüler) in 4 Wochen, organisiert und koordiniert werden müssen. Die Termine sind schon reserviert und die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren.