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Ausbau des Mittagsbetreuung an der Friedrich-August-Genth-Schule

Wächtersbach. Eine positive Bilanz der pädagogischen Mittagsbetreuung ziehen Schulleiter Gerhard Gleis und der für die Organisation der Angebote in der Schulleitung zuständige stellvertretende Schulleiter, Erich Neidhardt, nach Auswertung der Rückmeldungen aus den Kursen. Mehr als 60 % der Schülerinnen und Schüler der Wächtersbacher Gesamtschule, also fast 700 Schülerinnen und Schüler, nehmen mittlerweile Angebote aus den in drei Säulen organisierten Kursen der pädagogischen Mittagsbetreuung wahr. Das ist eine weitere deutliche Steigerung gegenüber dem vergangenen Schuljahr, betonen Gleis und Neidhardt.

Seit Beginn der Aufnahme der Friedrich-August-Genth-Schule in das Landesprogramm „Ganztagsschule mit pädagogischer Mittagsbetreuung“ im Schuljahr 2006/2007 sind die Kursangebote systematisch und kontinuierlich ausgebaut worden. Dabei hat sich die „Drei-Säulen-Struktur“ bewährt. In der ersten Säule wird für die fünften und sechsten Klassen an vier Wochentagen eine Hausaufgabenbetreuung angeboten, die unter der Leitung einer Lehrkraft von leistungsstarken Schülerinnen der oberen Klassen auf der Grundlage eines Honorarvertrages durchgeführt wird. Nach einer gründlichen Evaluation der Praxis der ersten Jahre durch die an der Schule tätige Lehrerin Nicole Noll konnte die Effektivität der Arbeit erhöht und das Konzept dieser Säule in die Mediationsbemühungen der Schule integriert werden.

In der zweiten Säule werden von Montag bis Freitag in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch, Französisch und Lateinisch schulformbezogene und schulformübergreifende Förderkurse angeboten, durch deren Besuch die Schülerinnen und Schüler zeitweise auftretende Defizite mit Hilfe von Lehrkräften und qualifizierten externen Kräften beheben können. „Ziele ist hier die individuelle Förderung, weswegen wir den Bestand eines Kurses in erster Linie am Interesse und erst in zweiter Linie an einer Mindestgröße festmachen. Wenn wir es mit der Beseitigung individueller Defizite ernst meinen wollen, so müssen Kinder, die diese Defizite bei sich beseitigen möchten, in der Schule einen Ort hierfür finden“, ist sich Schulleiter Gerhard Gleis sicher. Chancengleichheit heiße hier auch, dass das für die Eltern kostenfrei sein müsse. „Wir sind froh darüber, dass wir alle Kursangebote wegen der Unterstützung durch das Land Hessen kostenfrei anbieten können“, stellt stellvertretender Schulleiter Erich Neidhardt fest.

In der dritten Säule sind Kurse aufgeführt, in die sich Schülerinnen und Schüler nach Neigung und Interesse schulformübergreifend einwählen können. So gibt es hier in Kooperation mit außerschulischen Partnern Angebote in Spanisch, Chemie, Türkisch, Russisch, Kunst, Politik und Wirtschaft mit der Unterrichtssprache Englisch, Sanitäts-AG, Chor, Hip-Hop-Tanz, Töpfern, Nähen, Schülerfirma, Handball, Schach, Schulband, Schwimmen lernen für die fünften Klassen, Theater-AG und Schülerzeitung. „Wir wollen nicht nur Schülerinnen und Schülern, die Defizite haben, bei deren Beseitigung unterstützen, was wir auch für sehr wichtig halten. Erstmals in diesem Jahr gibt es auch ein Angebot in Deutsch und Mathematik für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, die sich beispielsweise aus dem Realschulzweig auf den Übergang in die Oberstufe vorbereiten wollen. Auch den leistungsfähigen Jugendlichen, die noch mehr erreichen wollen, fühlen wir uns verpflichtet“, machten Gleis und Neidhardt deutlich.

Weil der Wächtersbacher Bürgermeister Rainer Krätschmer und sein Erster Stadtrat Andreas Weiher entschieden haben, dass die Stadt die finanzielle Abwicklung der Mittagsbetreuung übernimmt, kann der Gesamtbetrag der vom Land zur Verfügung gestellten Gelder in die Angebote fließen, Verwaltungsaufwendungen entstehen der Schule daher nicht. Das sei bei weitem hessenweit keine Selbstverständlichkeit und dokumentiere die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Stadt Wächtersbach und Friedrich-August-Genth-Schule, stellten die beiden Schulleitungsmitglieder abschließend fest.