Unser Namenspatron

 

Friedrich August Genth
( 1820 - 1892 )

 

Namensgeber unserer Schule seit dem 17.Juni 1997

Friedrich August Genth

Die Familie Genth

Friedrich August lebte mit seinem Vater (er hieß ebenfalls Friedrich), seiner Mutter Caroline Amalie und drei weiteren Geschwistern in Wächtersbach. Sein Vater war als Förster beim Grafen von Ysenburg angestellt. Sie lebten in einer Dienstwohnung (dem Forsthof) in der Wächtersbacher Altstadt in der Nähe der evangelischen Kirche.

 

Der junge Friedrich August Genth

Mit seinem Vater ging Friedrich August oft mit in den Wald. Bei diesen Gelegenheiten sammelte er Fossilien, Schneckenhäuser und Mineralien. Dieses Interesse behielt er lebenslang. Friedrich August besuchte vier Jahre lang die Deutsche Schule (eine Grundschule) in Wächtersbach. 1830 wechselte er auf die Wächtersbacher Lateinschule. Später ging er (bis 1839) auf das Gymnasium nach Hanau.

 

Genths Berufsausbildung

1839 – 1841

Beginn des Studiums an der Universität Heidelberg mit den Fächern Philosophie, Biologie, Geologie und später auch Chemie

1841 – 1843

Fortsetzung des Studiums an der Universität Gießen mit dem Schwerpunkt Chemie bei den Professoren Liebig und Fresenius.

1844 – 1845

Studium an der Uni Marburg und Promotion.

 

1848 - Genths wandern aus

Friedrich August Genth sah in Deutschland keine Chance für ein berufliches Fortkommen. Deshalb entschloss er sich auszuwandern. Mit seiner Frau Karoline und ihrer gemeinsamen Tochter (die auch erst 1848 geboren wurde) verließ Genth Deutschland im August 1848. Von Wächtersbach ging es zunächst vier Tage mit dem Pferdewagen nach Hannoversch – Münden. Von dort sechs Tage lang mit dem Schiff auf der Weser nach Bremen, dann weiter nach Bremerhaven (zwei Tagesreisen) und von dort mit dem Schiff nach New York. Dies dauerte noch einmal sechs Wochen. Vermutlich reiste er dann unmittelbar nach Baltimore weiter.

 

Auswanderungswelle

Ende der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Versorgungslage der Bevölkerung immer schlechter. Man litt große Not. Von 1848 bis 1853 wanderten ca. 400 Personen aus Wächtersbach aus. Die Stadt Wächtersbach hatte damals ca. 1600 Einwohner.

 

Genths wissenschaftliche und berufliche Leistungen

Nachdem die Familie Genth in Amerika angekommen waren, nahm er zunächst die Stelle eines Managers einer Silbermine an. Bald darauf, 1850, gründete er ein eigenes Labor für chemische Untersuchungen. Friedrich August Genth wurde 1872 Professor für Chemie an der Universität von Pennsylvenia in Philadelphia. Er erwarb sich hohes wissenschaftliches Ansehen und wurde 1874 Direktor des Geologischen Landesamtes von Pennsylvania und wurde 1880 Präsident der American Chemical Society. Er bekam 1886 den Auftrag den Goldgehalt der amerikanischen Münzen zu überprüfen. Dies war ein Ehrenamt und wurde nur ausgesuchten Wissenschaftlern aufgetragen.

 

Genths Sammelleidenschaft

Im Laufe seines wissenschaftlichen Wirkens sammelte er fast 12000 Mineralienstücke. Diese umfangreiche Sammlung lagert heute noch in der Universität von Pennsylvenia und bildet dort einen wesentlichen Teil der geologischen Sammlung. Übrigens sammelte Genth auch 70 Meteoritenstücke.

 

Genths Entdeckungen

Genth entdeckte 23 Mineralien. Zwei Mineralien wurden nach ihm benannt: Genthit und Genthhelvin

 

Wo kann man weiteres über Friedrich – August – Genth erfahren?

Weitere Informationen kann man beim Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach bekommen. Kontaktadresse: Gerhard Jahn Wernerstraße 11 63607 Wächtersbach Außerdem gibt es Informationen zu Friedrich August Genth in der Ausgabe 14/1997 unserer Schülerzeitung "Express".