Fahrten und Austausch

Hoch hinaus mit der Hauptschule

Ende Januar fuhren die Klassen 7a und 8a der Friedrich-August-Genth-Schule aus Wächtersbach mit Frau Orth (Klassenlehrerin) und Herrn Retzlaff (Zweigleitung) nach Wetzlar, um ihre sportlichen Grenzen im Kletterpark zu erproben. Nach anderthalbstündiger Fahrt im Kletterzentrum angekommen, wurde zunächst das Klettergeschirr angepasst und danach etwas über das Regelwerk des Kletterns erlernt. So mussten sich die Schüler u. a. gegenseitig sichern und somit auf die Fähigkeiten des Partners vertrauen. Als es dann endlich so weit war, durften die Schüler zunächst zwei Meter klettern und das war für viele Jugendliche schon ganz schön hoch! Wer diese erste Hürde gemeistert hatte, durfte sich am weiteren Aufstieg versuchen. Die Wand war 14 Meter hoch und einige Schüler haben die komplette Wand bezwungen. Müde und gut gelaunt ging es gegen Mittag zurück nach Wächtersbach.

 

Leben wie die alten Römer

 

Am Donnerstag, dem 10. März 2011 war es soweit: Die 29 Schülerinnen und Schüler der Lateingruppe der 7. Klasse der Friedrich-August-Genth-Schule sollten einen ganzen Tag lang erleben, wie die alten Römer damals in Deutschland lebten. Mit einem gut ausgestatteten Reisebus ging es los zur Saalburg nach Bad Homburg v.d.H.

Dort angekommen erklärten die Führerinnen Frau Wolter und Frau Tritschler der Gruppe sowie Herrn Wagner und Frau Metzner die Außenanlage und erzählten, wie sie wohl in römischer Zeit ausgesehen habe und was die römischen Soldaten dort taten. Vor dem Kastell befand sich sowohl eine Thermenanlage für die Soldaten als auch eine kleine Ansiedlung. Da die Soldaten offiziell keine Frauen haben durften, lebten ihre Freundinnen vor dem Kastell.

Aufgabe der Soldaten war es, den Limes, den römischen Grenzwall zu verteidigen. Dazu mussten sie sich in Kampftechniken auskennen. Diese Techniken erprobte die Gruppe anschließend beim Speerwerfen. Nach ausgiebigem Üben und Bewegen hatte sich Gruppe ein Mittagessen verdient.

In der Mittagspause hatten alle die Möglichkeit Speisen nach römischer Art zu probieren, trotzdem waren Pommes der Renner; die hätten die Römer gewiss auch geliebt, wenn sie schon die Kartoffel gekannt hätten.

Abtrainiert wurde das Essen dann beim Bogenschießen. Jede Schülerin und jeder Schüler bewies seine Armeetauglichkeit, manche zeigten eine hohe Treffsicherheit. Für viele war es der erste Umgang mit den klassischen Waffen der Römer, Speer und Bogen. Bei der Führung durch die Anlage konnten dann die Schülerinnen und Schüler sehen, wie die römischen Soldaten und die germanischen Auxiliartruppen untergebracht waren.

Da nicht jeden Tag ein Kampf stattfand, mussten die Soldaten sich die Zeit vertreiben. Manche Soldaten spielten Gesellschaftsspiele, die man noch heute kennt. Ein römisches Freizeitspiel (Radmühle) konnten unsere Schülerinnen und Schüler dann selbst herstellen und auch ausprobieren.

Den Abschluss des Tages stellte eine Modenschau dar. Einzelne Schülerinnen und Schüler durften in die Kleidung vornehmer Frauen, eines römischen Senators und eines germanischen Auxiliarsoldaten schlüpfen. Am Ende des Tages wurden die „neuen Römer“ dann entlohnt und erhielten jeweils einen Denar. Ein gelungener Tag.

M. Wagner