Die Schule im Überblick

FAGler in der Uni Frankfurt:

Dem Unsichtbaren auf der Spur

Schülerinnen und Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule erforschen im Schülerlabor Radioaktivität und Strahlung

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10h und 10k fing das Jahr 2019 besonders spannend an. Im Rahmen eines Tagesausflugs ins Schülerlabor der Goethe-Universität Frankfurt erforschten die beiden Klassen gemeinsam mit ihrer Physiklehrerin Studienrätin Carina Schauermann Radioaktivität und Strahlung. Unter der Leitung von Dr. Axel Gruppe erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Entwicklung der radioaktiven Forschung, angefangen bei Hans Geiger und Ernest Rutherford bis hin zu heutigen Verwendungen von Strahlung in der Medizin. Hierbei konnten sie ihr theoretisches Wissen, das sie sich zuvor im Physikunterricht erarbeitet hatten, anwenden und vertiefen. Neben der Theorie stand jedoch die Praxis im Vordergrund. So zeigte Herr Dr. Gruppe zu Beginn den Klassen einen Teilchenbeschleuniger, mit dem er selbst während seiner Diplomarbeit gearbeitet hatte. Des Weiteren durften die Jugendlichen einen Blick in die Experimentierhalle werfen und konnten somit den Aufbau aktueller Teilchenbeschleuniger und deren experimentelle Verwendung besser erfassen. Besonders spannend waren für die Schülerinnen und Schüler allerdings die Experimente, die sie selbst durchführen konnten. In Kleingruppen von zwei bis drei Personen erforschten die beiden Klassen selbstständig radioaktive Strahlung. Hierbei wurden sie mithilfe einer digitalen Anleitung durch insgesamt fünf Experimente geführt. Zuerst bestimmten die Jugendlichen mithilfe eines Geiger-Müller-Zählrohres den Nulleffekt, d.h. die natürliche Umgebungsstrahlung. Anschließend führten sie weitere Experimente mit einem Ra-226-Strahlerstift durch und ermittelten somit die Reichweite, Geschwindigkeit und Abschirmung von α-Teilchen. Auch die Ablenkung von β-Teilchen im Magnetfeld konnten die Schülerinnen und Schüler praktisch bestimmen. Neben den vorgegebenen Experimenten war es den Klassen möglich, auch eigenes Material auf radioaktive Strahlung zu überprüfen und Herr Dr. Gruppe stand für jegliche Fragen, ob nun zu den Experimenten, der Nuklidkarte oder anderer Inhalte, offen und beratend zur Seite. Abschließend bauten die Schülerinnen und Schüler eine eigene kleine Nebelkammer, mit der sie die Strahlung sichtbar machten. Am Ende des Tages fiel das Resümee der beiden Klassen besonders gut aus. So hatte das Schülerlabor „Radioaktivität und Strahlung“ alle restlos begeistert.