Beiträge

Lesekompetenz auf gutem Niveau

Erfreuliche Testergebnisse an der Friedrich-August-Genth-Schule

Wächtersbach. Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule verfügen über eine überdurchschnittliche Lesekompetenz. Dies ist auch 2012 das Ergebnis eines an der Schule durchgeführten Lesetests.

Zum Einsatz kam der in Fachkreisen anerkannte Test „Salzburger Lesescreening“ (SLS), der wegen seiner Verlässlichkeit und Praktikabilität an vielen Schulen im deutschsprachigen Raum eingesetzt wird. Er misst die „basale Lesekompetenz“, worunter man das fehlerfreie, schnelle und mühelose Lesen versteht – eine Fähigkeit, die als zentral sowohl für die weitere Schullaufbahn als auch für das Berufsleben angesehen wird.

Die Klasse 06 g im Deutschunterricht

 

An der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach werden seit dem Schuljahr 2010/2011 alle Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen diesem Test unterzogen, und zwar jeweils zum Ende des Schuljahres. Nach positiven Ergebnissen im Jahr 2011 ergab auch der Lesetest 2012: In allen drei Zweigen erzielen die Schülerinnen und Schüler überdurchschnittliche Werte.

Die Auswertung erfolgt getrennt nach Schulzweigen, ermittelt wird für jede Schülerin und jeden Schüler zunächst ein „Lesequotient“, woraus der Durchschnittswert der ganzen Klasse errechnet werden kann. Dabei gilt ein Wert von 100 jeweils als durchschnittlich (bezogen auf den jeweiligen Zweig). Im Gymnasialzweig erzielten die fünften Klassen Ende des vergangenen Schuljahres Durchschnittswerte zwischen 103 und 114; Spitzenreiter mit dem Wert 114 war die jetzige 6 g. Im Realschulzweig ergaben sich Durchschnittswerte zwischen 100 und 104. Aber auch der Hauptschulzweig kann sich sehen lassen: Die Klasse 5 a erreichte einen Wert von 107.

Neben der Leseleistung der Klasse kann so aber auch die Lesekompetenz des Einzelnen eingeschätzt werden. Fällt dieser Lesequotient eher schwach aus, erarbeiten die Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit Eltern und Schüler dann individuelle Fördermöglichkeiten, damit vorhandene Defizite abgebaut werden können. Eigenständiges Training mit speziellen Übungsheften, Buchlektüre mit anschließender Buchvorstellung in der Klasse, aber auch die Nutzung des Internet-Förderprogramms „Antolin“ sind einige dieser Möglichkeiten.

Der Lesetest im fünften Schuljahr ist jedoch nur ein Baustein einer umfassenden Arbeit an der Lesekompetenz in den Folgejahren, wie er im Schulprogramm der Friedrich-August-Genth-Schule fixiert ist. Schwerpunkt im sechsten Schuljahr ist die Teilnahme aller Klassen am Vorlesewettbewerb, der seit Anfang Oktober läuft. Bis zum 27.11.2012 werden jeweils zwei Klassensieger ermittelt, die dann in die nächste Runde des Wettbewerbs aufsteigen.

Schulleiter Gerhard Gleis und Oberstudienrat Mathias Hecht-Domes, der für die Durchführung und Auswertung des Testes verantwortlich ist, stellen übereinstimmend fest, dass die positiven Testergebnisse auch ihre Ursache in der engagierten, erfolgreichen und verantwortungsvollen Arbeit der Grundschullehrkräfte haben, die oft unter schwierigen Arbeitsbedingungen herausragende Lehr- und Lernergebnisse erzielen, die große Anerkennung verdienen.