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Suchtpräventionstage an der FAG

Welch hohes Gut die Gesundheit für den Menschen und die Gesellschaft ist, ist uns allen aktuell bewusster als je zuvor. Die Pandemie führte uns dies nicht nur deutlich vor Augen, sondern veränderte unser Leben. Distanzunterricht, Einschränkungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus forderten uns alle heraus, doch ganz besonders Kinder und Jugendliche. Viele standen unter Druck, fühlten sich gestresst, vermissten die sozialen Kontakte und hatten häufig kein geeignetes Ventil, um diese Gefühle zu verarbeiten. Der Computer oder das Smartphone, an dem man nun schulisch sowieso täglich saß, wurde nicht nur zum Hauptkommunikationsmittel, sondern bot vielfältige Möglichkeiten der Ablenkung. Das Risiko, eine Medien- oder Spielsucht zu entwickeln, wurde hiermit begünstigt. Doch nicht nur die digitalen Alltagshelfer bergen Gefahren, sondern auch Suchtmittel. Insbesondere, da es mittlerweile für Zeiten des Lockdowns oder der Quarantäne diverse Trinkspiele gibt. Der Griff zu Alkohol, Koffein und Nikotin sowie anderen Substanzen kann daher ein Bewältigungsversuch sein, der Ängste und negative Gefühle scheinbar in Schach hält. Umso wichtiger ist es, diese Themen auch bewusst in die Schule zu holen und hieran bereits präventiv zu arbeiten. Dies hat die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach in der letzten Woche vor den Ferien getan. In den vergangenen vier Tagen widmeten sich die Klassen INT1, 8a, 8d, 8e, 8g, 8h, 8i und 8k mit ihren jeweiligen Klassenleitungen für jeweils einen Tag diesem besonders wichtigen Thema – der Suchtprävention. Im Rahmen dieses Aktionstags fand eine kritische Auseinandersetzung mit der Smartphonenutzung sowie verschiedener Onlinespiele mithilfe der Medienbeauftragten Nicole Quick statt. Gemeinsam erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Klassen mit Sozialpädagogin Regina Kriegsmann und Beratungslehrerin Carina Schauermann, was Sucht ist, welche Ursachen und Symptome bestehen und insbesondere, wie man sich vor einer Suchterkrankung schützen kann. Zusätzliche Unterstützung an diesen Tagen boten Dagmar Wieland und Jan Gärtner der Fachstelle für Suchtprävention der AWO sowie Marcus Arazi vom Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises. In 90 Minuten stellten die drei Experten wichtige Informationen zu den Themen Nikotin, Werbung und Alkohol vor und die Schülerinnen und Schüler konnten zahlreiche Fragen stellen. Letztlich waren sich alle Klasse einig, dass man einiges lernen konnte und Suchtprävention ein wichtiges Thema ist, welches definitiv in der Schule seinen Platz finden muss.