Beiträge

LERNORT STÄDEL

 

Am frühen Morgen des 5. Februar 2020 versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der Französisch- sowie der Lateingruppe der zehnten Klassen der Friedrich-August-Genth-Schule samt ihren Lehrern, Frau Gabriele Benner-Dickert und Herrn Mario Wagner, am Bahnhof in Wächtersbach zur Studienfahrt nach Frankfurt.

Auf dem Programm standen eine Stadtführung und anschließend der Museumsbesuch im Städel.

Nachdem die Gruppe an der U-Bahn-Haltestelle Hauptwache ausgestiegen waren, befand sie sich auch gleich an der ersten Sehenswürdigkeit – der Hauptwache.

Sie wurde von 1729 bis 1730 vom Stadtbaumeister Jakob Samhaimer erbaut und diente als Wachgebäude.

Weiter ging es zur Paulskirche, in welcher 1848 die Nationalversammlung tagte.

Von dort aus lief die Gruppe auf den nahegelegenen Rathausplatz, um dort das Hauptwahrzeichen der Stadt – den Römer – zu besichtigen.

Besonders interessant war hier der Kaisersaal, welchen unter anderem die deutsche Fußballnationalmannschaft 1990 und 2014 durchlief, um auf dem Balkon den WM-Sieg zu feiern.

Schräg gegenüber befindet sich die im gotischen Stil erbaute St.Nicolai Kirche, die ebenfalls besichtigt wurde. Bevor die Gruppe eine Mittagspause einlegte, stand als letzter Programmpunkt der Stadtführung der Frankfurter Dom auf dem Plan, welcher ebenfalls ein Gotikgebäude ist.

Nach der Mittagspause begann der Museumsbesuch.

Die Französischgruppe hatte im Vorfeld zehn Bilder französischer Impressionisten und Expressionisten ausgewählt, die vor Ort in Referaten über Maler und Werke erklärt wurden.

Dabei handelte es sich um Bilder von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Gustave Courbet und Paul Sérusier.

Die Lateingruppe begab sich zu Gemälden mit antiken mythologischen Motiven wie Brueghels „Verspottung der Latona“, Bloemarets „Der Brand Trojas“ und weiteren. Auch diese Kunstwerke wurden von den Schülerinnen und Schülern der Lateingruppe beschrieben und erklärt.

Im Bild „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“ von Nicolas Poussin (1651) konnten die Lateinschüler schon bildlich und künstlerisch den Inhalt ihrer nächsten Lektüre erleben. Zudem referierten sie über Bilder, die als Thema die antike Mythologie haben, vielfach aus Ovids Metamorphosen.

Im Anschluss an den fächerübergreifenden Besuch des Städels hatten beide Gruppen die Gelegenheit, die Sonderausstellung “Making van Gogh“ auf sich wirken zu lassen. Den Schülerinnen und Schülern der Französisch- und Lateingruppe wurde nach dieser Exkursion deutlich, dass Spracherwerb und Kunstgeschichte Hand in Hand gehen können.

 

Bild 1: Gruppe vorm Städel

Bild 2: Luke Schall vor dem Bild „Landschaft mit dem Raub des Hylas“

Bild 3: Enrico Schauermann vor dem Bild „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“