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Studienfahrt der Klasse 10 k nach Weimar

Eine dreitägige Studienfahrt nach Weimar unternahm die Klasse 10 k zusammen mit ihrem Klassenlehrer Godehard Goralewski, und Anna Müller als Begleitperson, um Geschichte einmal „vor Ort“  zu erleben.
Am Donnerstagmorgen startete die Klasse in Wächtersbach und fuhr mit dem Regionalexpress nach Fulda, hier ging es weiter mit dem ICE nach Erfurt und von dort schließlich nach Weimar. So war das Ziel um die Mittagszeit erreicht. Nach Belegung der Zimmer musste man sich beeilen, denn am Theaterplatz wartete schon ein Stadtführer. Er zeigte der Klasse zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Stadtschloss, die Stadtkirche St. Peter und Paul, Schillers und Goethes Wohnhäuser, den Platz der Demokratie, das Bauhaus-Museum, die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek und das Hotel „Elephant“, in dem unter anderem Franz Liszt, Richard Wagner und auch Adolf Hitler logierten . Natürlich versammelte sich die Klasse um den Ginkgobaum am Weimarer Fürstenhaus. Goethe liebte Parks und Gärten und inspiriert von dem Ginkgo, der in China beheimatet ist, widmete Goethe ihm ein Gedicht. Der Stadtführer ließ es sich nicht nehmen, bekannte Gedichte von Goethe und Schiller zu rezitieren.
 
Am folgenden Tag fuhr die Gruppe mit dem Bus hinauf zum Ettersberg, denn hier ist 1937 das Konzentrationslager Buchenwald, in dem bis zu seiner Befreiung 1945 über 250.000 Menschen aus zirka 50 Nationen inhaftiert waren, errichtet worden. Nach einem dreißigminütigen Film zur Geschichte des in unmittelbarer Nähe zur Stadt Weimar errichteten Konzentrationslagers folgte ein Rundgang über das Gelände. Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte nahm sich sehr viel Zeit, um auf  die Bedeutung der einzelnen Gebäude und Überreste des Lagers einzugehen. Sehr eindrucksvoll und anschaulich schilderte sie, was sich in diesem Lager von 1937 bis 1945 zugetragen hatte. Dabei wurden von den Schülern immer wieder Fragen zu den Gräueltaten der SS gestellt. Etwa 56.000 Menschen kamen in Buchenwald und seinen Außenlagern ums Leben oder wurden willkürlich getötet, starben vor Hunger, durch Krankheiten oder medizinische Versuche. Vor allem das Sonderlager, in dem von der SS über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet worden sind, die Pathologie und das Krematorium werden den Schülern noch lange in Erinnerung bleiben. Zur Abrundung der Führung wurde noch das erst kürzlich eröffnete Museum besucht. Am Ende verließen alle Teilnehmer sehr nachdenklich diesen Ort deutscher Geschichte.