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Träume und Wünsche trotz Sprachbarriere veranschaulicht

Schülerinnen und Schüler der Intensivklasse 1 und aus der Klasse 9k der Friedrich-August-Genth-Schule nahmen am 64. Europäischen Wettbewerb „In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne“ teil. Die Sonderaufgabe für neu zugewanderte und einheimische Kinder und Jugendliche lautete: „In Europa angekommen – und nun?“

Gemeinsam erstellten die Schülerinnen und Schüler ein Produkt zu dem vorgegebenen Thema. Die Aufgabe beinhaltete unter anderem Wünsche, Hoffnungen und Träume der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen in Gruppenarbeit zu erfragen. Allein diese Aufgabe erforderte ein sehr gutes Kommunikationstalent, da die Schüler und Schülerinnen der Intensivklasse 1 erst ein halbes bis ein Jahr Deutsch lernen.  Doch in angeregten Diskussionen erfuhren die drei deutschen Jugendlichen, Elisa Bräunlich, Niklas Horst und Moritz Kistner, Wünsche wie „Ich möchte Fußballer, Lehrer oder Arzt werden“ , „Ich möchte ein Auto“ oder „Nach 15 Tagen laufen und fahren nach Deutschland wollte ich zuerst nur schlafen.“ Die Mädchen der Intensivklasse 1 haben bereits einen Traum verwirklicht, da sie im Kurs von Martina Beringer jeden Dienstag Nähen lernen dürfen.

Um die erfragten Informationen zu veranschaulichen, wählten alle gemeinsam eine Art der Darstellung. Die Schüler und Schülerinnen entschieden sich für Fotos, auf denen sie die entsprechenden Träume und Wünsche darstellten. Für ihren Fototermin brachten sie Kostüme und Requisiten mit und stellten damit Szenen mit ihren Vorstellungen  nach. Daraus entstand eine Art Buch, das außerdem passend zu jedem Foto eine Erklärung des Wunsches oder des Traumes auf Deutsch und in der jeweiligen Landessprache enthält.

Das gesamte Projekt erforderte neben  Kommunikationsfähigkeit  über Sprachbarrieren hinaus auch Kreativität, Teamwork und Organisationstalent. Die Gruppe arbeitete unter der Leitung von Ramona Walz sehr gut zusammen und alle warten nun sehr gespannt, ob sie auf Landesebene etwas gewinnen und ob ihr Produkt sogar weiter von Hessen nach Berlin auf Bundesebene zur Preisverleihung geschickt wird.

BILD:

hinten von links:  Elisa Bräunlich, Niklas Horst, Moritz Kistner, Ali Alsayed, Naser Ahmad Zia, Sohail Qoraishi, Dusan Micatek, Wares Ahmad Zia, Frau Ramona Walz; vorne von links: Soad Alsayed, Panna Szücs, Maryam Qoraishi, Rouha Karbogh, Hassan Alshadad, Mohamad Alsayed)