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Baby-Projekt an der Friedrich-August-Genth-Schule

Im Anschluss an die große Projektwoche im Juli 2016, bei der sich alle Schüler in ein vielfältiges Projektangebot einwählen konnten, führten die Schüler/innen des WU-Kurses Biologie, Klasse 9 Gymnasium, unter Leitung ihrer Lehrerin Nicole Noll-Radtke ein Baby-Projekt durch. Dabei betreuten und kümmerten sich die Schüler/innen für vier Tage um sogenannte Baby-Simulatoren.

Die Simulatoren wurden vom Sozialdienst katholischer Frauen aus Bad Soden-Salmünster zur Verfügung gestellt. Frau Böttger vom Sozialdienst leitete mit Frau Noll-Radtke dieses Vorhaben und gab der Schülergruppe wichtige Informationen im Umgang mit Neugeborenen. Nachdem die „Säuglinge“ montags geboren wurden, die Geburtsurkunde ausgestellt wurde und die Säuglinge in den Armen von ihren „Mamas“ und „Papas“ lagen, fing die Arbeit für die Schüler an. Die Säuglinge mussten gefüttert, die Windeln mussten gewechselt werden und Kuscheleinheiten durften auch nicht fehlen. Vor allen Dingen waren die durchaus kurzen Nächte für die Schüler/innen des Kurses eine Herausforderung. Das ständige Präsentsein verlangte viel Verantwortung und die Ungewissheit, etwas falsch gemacht zu haben, war den Schülern während den gesamten vier Tagen allgegenwärtig. Das Baby-Projekt wurde ergänzt durch Vorträge von Frau Böttger hinsichtlich der Themen Gefahren während der Schwangerschaft sowie Bedürfnisse von Säuglingen/Kindern und Veränderungen des Alltags von Mamas und Papas.

Die Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule waren am Ende der Woche alle sehr froh gewesen die Säuglinge wieder abgeben zu können, auch wenn man sich bereits an das Baby gewöhnt hatte. Sie erkannten ausnahmslos an wie anstrengend und wie umfangreich die Betreuung eines Säuglings ist. Grundsätzlich sahen die Schüler die Aufgabe, ein Kind zu erziehen, jetzt mit anderen Augen.

Finanziert wurde das Projekt durch den Förderverein der Friedrich-August-Genth-Schule, dessen Vorsitzender Harald Krügel und Schulleiter Gerhard Gleis in der Förderung solch lebensnaher Vorhaben eine wichtige Ergänzung zum Unterricht sehen.