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Studienfahrt der Klasse 10 h nach Weimar

 
Eine dreitägige Studienfahrt nach Weimar unternahm die Klasse 10 h zusammen mit ihrem Klassenlehrer Godehard Goralewski sowie der Elternbeiratsvorsitzenden Beatrix Böhme-Manz um Geschichte einmal hautnah zu erleben.
Am Donnerstagmorgen startete die Klasse von Wächtersbach aus: Mit dem Regionalexpress fuhr die Gruppe nach Fulda, von dort weiter mit dem ICE nach Erfurt und von dort schließlich nach Weimar. So war das Ziel gegen Mittag erreicht. Nach Belegung der Zimmer musste man sich sputen, um zur Gedenkstätte Buchenwald zu kommen. Nach einem dreißigminütigen Film zur Geschichte des 1937 in unmittelbarer Nähe zur Stadt Weimar errichteten Konzentrationslagers, in dem bis 1945 über 250.000 Menschen aus 50 Nationen inhaftiert waren, folgte ein zweistündiger Rundgang über das Gelände des KZs. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte nahm sich sehr viel Zeit, um auf  die Bedeutung der einzelnen Gebäude und Überreste des Lagers einzugehen. Eindrucksvoll und anschaulich schilderte er, was sich in diesem Lager in der NS-Zeit zugetragen hatte.  Dabei wurden immer wieder Fragen zu Gräueltaten der SS gestellt. Etwa 56.000 Menschen kamen in Buchenwald und seinen Außenlagern ums Leben oder wurden willkürlich getötet, starben vor Hunger, durch Krankheit oder medizinische Versuche. Vor allem das Sonderlager, in dem die SS über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordete, das Krematorium und die Pathologie werden den Schülern noch lange in Erinnerung bleiben. Zur Abrundung der Führung wurde noch das Museum besucht. So  verließen die Schülerinnen und Schüler sehr nachdenklich diesen Ort deutscher Geschichte.
Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen der Weimarer Klassik. Am Goethe-Schiller-Denkmal begann eine knapp zweistündige Stadtführung , die auf  die Altstadt beschränkt war und zu den Sehenswürdigkeiten wie Stadtschloss, Stadtkirche St. Peter und Paul, Schillers und Goethes Wohnhaus, Platz der Demokratie, Herzogin Anna Amalia Bibliothek und dem Fürstenhaus vorbeiführte. Natürlich versammelte sich die Klasse um den Ginkgobaum am Weimarer Fürstenhaus. Goethe liebte Parks und Gärten und inspiriert von dem Ginkgo, der in China beheimatet ist, widmete Goethe ihm ein Gedicht.
Ausgerüstet mit Fragebogen, Stadtplan und Stift begaben sich 8 Gruppen am Nachmittag auf eine Stadtrallye, um in Teams Geschichte und Tradition Weimars spielerisch zu entdecken und  erlernen.
Zur Siegerehrung traf sich die Klasse am Abend im Weimar Atrium, um sich unter anderem auch das Eröffnungsspiel der Fußballeuropameisterschaft auf einer Großleinwand anzusehen. Alle waren sich einig, etwas Besonderes erlebt zu haben und so trat die Gruppe am Samstagnachmittag mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise an.