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Nähen auf hohem Niveau

 

Schülerinnen der FAG-Schule stellen ihr fachliches Können durch das Nähen von Nesteldecken unter Beweis

Im Rahmen der schulischen Nachmittagsbetreuung startete Frau Martina Beringer vor sechs Jahren Nähkurse für 11 bis 16 jährige Schülerinnen und Schüler. Sinn und Zweck des Kurses ist es, den mittlerweile 35 Schülerinnen, die sich auf drei Kurse aufteilen, das Nähen an der Nähmaschine zu lernen und sie nahezu perfekt an diesem Gerät auszubilden.

Die auf Genauigkeit, Disziplin und Kreativität ausgerichtete Arbeit hat bereits nach kurzer Zeit zu mehreren Auszeichnungen geführt, wodurch sich die jungen Näherinnen beflügelt sahen, nach neuen Projekten Ausschau zuhalten. Eines dieser neuen Projekte war das Herstellen von Nesteldecken für demenzkranke Personen. Begeistert von dieser Idee, die sich die Kursleiterin, Frau Beringer, beim Besuch einer Kreativmesse aneignete, begannen 14 Schülerinnen, Ideen für die Herstellung der Nesteldecken, zu sammeln. Gesammelt wurden Accessoires unterschiedlicher Art, die es den an Demenz erkrankten Menschen ermöglichen sollen, Ruhe in ihre zeitweise sehr nervösen Hände zu bekommen und Erinnerungen wecken, indem sie die Decken mit den vielfältigen Nähapplikationen berühren.

Nestel-Fühl-Decken, die aus Stoffresten in verschiedenen Stoffqualitäten mit größter Sorgfalt zusammengenäht wurden, gestalteten die Schülerinnen sehr gelungene Kunstwerke. Knöpfe, Reißverschlüsse, Schrauben mit Muttern, Gürtel und andere Nestelkomponenten verzierten die Decken zu einzigartigen Unikaten.

Ich bin sehr stolz, dass meine Näh-Schülerinnen die an sie gestellte Aufgabe mit so viel guten Ideen, Kreativität, Begeisterung und nah an Perfektionismus grenzende Genauigkeit gemeistert haben“; äußert sich die mehr als zufriedene Projektleiterin, Martina Beringer. „Diese hervorragende Arbeit, die ein hohes Maß an Genauigkeit erfordert, wird sie prägen und eine gute Basis für das in Kürze auf sie zukommende Berufsleben bilden", ist sich Beringer sicher.

Neben den Schülerinnen und der Projektleiterin waren denn auch die Leiter bzw. Leiterinnen der sozialen Einrichtungen aus Wächtersbach so wie aus dem Main-Kinzig-Kreis, die die Nesteldecken für die demenzkranken Menschen in Empfang nahmen, mehr als zufrieden. Demzufolge war es nicht verwunderlich, dass auch von diesen ein überschwängliches Lob an die Nähkünstlerinnen erteilt wurde.

Last but not least wurden die jungen Näherinnen auch von dem Schulleiter, Gerhard Gleis und von dem Bürgermeister der Stadt Wächtersbach, Andreas Weiher, mit Lob überschüttet. Bürgermeister Weiher brachte zudem die gute Nachricht, das der sehr sinnvolle Nähkurs auch weiterhin finanziell durch die Stadt Wächtersbach zu unterstützen, mit, worüber sich sowohl die Mädchen als auch die Leiterin der Projektgruppe, sehr freuten.