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Nähkurs der Friedrich-August-Genth Schule mit neuem Projekt „Plastiktüte, nein danke!“

 

Der Nähkurs der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach arbeitet auch im sechsten Jahr seines Bestehens weiter an Projekten unter dem bekannten Oberbegriff „Upcyling“, was so viel bedeutet wie, einmal gebrauchten Materialien durch entsprechende Aufarbeitung ein „zweites Leben zu schenken“. Vor diesem Hintergrund stand der vergangene Projekttag des Nähkurses der Friedrich-August-Genth-Schule unter dem Motto „Plastiktüte, nein danke!“. Das neue Projekt soll eine Möglichkeit aufzeigen, die permanent zunehmende Verschmutzung der Weltmeere und die damit einhergehende Gefährdung des Lebensraumes vieler Pflanzen und Tiere durch achtlos weggeworfenen Müll, speziell durch Plastiktüten, zu reduzieren.

Seit dem Jahr 2010 bietet eine Kooperation des Goethe-Gymnasiums mit der Musterschule ausgewählten und hochbegabte Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5-10 die Möglichkeit, an einem Pull-Out-Projekt teilzunehmen. Zielsetzung der Akademie ist die Unterstützung bei der Entwicklung und Förderung von Jugendlichen, weiterhin die Förderung und Erhaltung von Fachkompetenzen, Kreativität, Leistungswille und Teamfähigkeit bei dem sie neue Wissensgebiete gemeinsam mit besonders begabten Schülerinnen und Schülern aus anderen Schulen erschließen.

Die Kursleiterin Martina Beringer konnte neben den Teilnehmerinnen des eigenen Nähkurs diesmal auch 20 Gast-Schüler aus dem kooperierenden Schulen aus Frankfurt begrüßen. Der „Pull-out-Projekttag“ fand nun schon zum zweiten Mal in Wächtersbach statt, dieser wurden betreut von Frau Dr. Ute Utech und Frau Julia Zimmermann.

Das Schulgelände von Wächtersbach ist gesäumt von Bänken und dazugehörigen Mülleimern. Beim Flanieren entdeckte ich Regenschirme die kaputt und gnadenlos in den Mülleimer entsorgt wurden. Dieses inspirierte mich.

Waschen, schneiden, nähen: so leicht kann es sein ein bisschen die Welt zu retten.

Zu den interessanten Näharbeiten des Projekttages gehörten diesmal eine selbst genähte Tragetasche zum Umhängen, deren Ausgangsmaterial aus dem Bezug eines kaputten Regenschirms besteht. Diese Umhängetasche ist so stabil ausgeführt, dass sie bei vielen Einkäufen verwendet werden und dadurch etliche Plastiktüten ersetzen kann. Hierbei zeigt Frau Beringer zusammen mit ihren hochbegabten Nähschülerinnen Gina Montinero, Lara Jung, Pauline Geipel, Imke Oelmann und Kim Sladek den interessierten und begabten Kursteilnehmerinnen aus Frankfurt der Jahrgangsstufe 8 die verschiedenen Nähtechniken, um am Ende das gewünschte Ziel zu erreichen.

Ein weiteres Highlight des Projekttages stellt die Handyladetasche mit passende Kabelhaltermäppchen dar, deren Ausgangsmaterial aus Malervlies besteht. Die Tasche wird über den Stecker des Handykabels gehängt, das eigentliche Handy wird in der Tasche beim Ladevorgang geschützt und sicher aufbewahrt.

Nach Abschluss des Projekttags waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden und hatten ihren Spaß. Neue Kontakte wurden geknüpft und Beringer gab den Gastschülern als Resümee mit auf dem Heimweg, dass der Zeitaufwand beim Upcyling wesentlich größer ist. Dafür hat jeder jetzt sein eigenes Unikat, das ist nicht nur exklusiv, sondern auch mit gutem Gewissen tragen kann.