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Kreativität und Einsatz im Sinne der Nachhaltigkeit

 Ein zweites Leben für Textilien

Frankfurter Goethe-Gymnasium stellt 27 Schulkinder für Projekttag an der Friedrich-August-Genth Schule frei

Frankfurt, Berlin, München …... In welcher Großstadt, wo die jungen Modemacherinnen aus Wächtersbach mit ihrer Kursleiterin Martina Beringer mittlerweile überregional Aufmerksamkeit und Preise bekommen hat. Nun ist es umgekehrt 27 Großstadtkinder kommen aufs Land um mit den Nähschülerinnen zu nähen. „ Upcycling“ Nachhaltiges Nähen ist das Motto.

Das Goethe-Gymnasium in Frankfurt/Main hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, bei allen Kindern „vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entdecken, zu fördern und weiter zu entwickeln". Auf dessen Einladung präsentierte Martina Beringer in Frankfurt den „AG-Nähkurs“ so überzeugend, dass am 03.07.2015 Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums im Rahmen ihres „ Pull Out-Projektes “ für einen Tag die FAG – Schule besuchten.

Die Schülerinnen/Schüler des Frankfurter Goethe-Gymnasium der Jahrgangsstufe 6 nahmen als Auftakt ihres „Pull Out-Projekte“, das die Zielsetzung hat mit Schülern anderer Schulen neue Wissensgebiete zu erschließen, in Begleitung und Leitung für Hochbegabtenförderung, Frau Dr. Utech und Frau Julia Zimmermann, an einem Projekttag im „Nachhaltigen Nähen“ an der Friedrich-August-Genth Schule teil. Mit Unterstützung ihrer Nähschülerinnen Pauline Geipel, Gina Montinero, Imke Oelmann und Kim Sladek erläuterte Martina Beringer den Gastschülern, warum sie sich in ihrem Kurs mit der Wiederverwertung von gebrauchten Textilen beschäftigen und ihnen ein neues Gesicht geben. Die Schonung der Ressourcen und Schutz der Umwelt waren für die Kursteilnehmer Ansporn genug, die Idee von „ aus Alt mach Neu „ in die Praxis umzusetzen. Dass das „zweite Leben“ der Textilien nicht nur umweltschonend ist und Geld spart, sondern auch noch stylisch sein kann, zeigen die Nähschülerinnen mit jedem neuen Entwurf. Das „Upcycling“soll nicht nur schon einmal gebrauchte Textilien „aufgewertet wieder in den Materialkreislauf einbringen“, es soll die Kreativität fördern und Spaß machen. Die Näherinnen bestimmen mit ihren Kreationen nicht nur, was für sie „in “ist, sie werden inzwischen auch dafür beneidet, dass ihre handgemachte Nähereien Unikate sind. Wie man aus einem ehemaligen Lieblingsherrenhemd, dessen Kragen und Manschetten hoffnungslos durchgescheuert sind, einen Kissenbezug machen kann, zeigt Martina Beringer den Schülern des Frankfurter Gymnasium als Einstieg. Die Weitergehende Aufgabenstellung für den Projekttag war dann, wie man das so bezogene Kissen der besonderen Verwendung zur Aufbewahrung alltäglicher Utensilien wie Brille, Kugelschreiber,Fernbedienung und Wochenplaner zuführen kann. Ein entsprechendes Muster hatte sie vorgefertigt.

Zum Abschluss des Projekttages waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden und hatten ihren Spaß. Neue Kontakte wurden geknüpft und Beringer gab den Gastschüler als Resümee mit auf den Heimweg, dass der Zeitaufwand bei der Verwendung recycelter Textilien wesentlich größer ist , als Vernähen der Stoffe „von der Stange“. Dafür bekommt man ein Unikat, das ist nicht nur exklusiv, sondern auch mit gutem Gewissen tragen kann.