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Partys in Pompeji

Nach einem Jahr fleißigem Formen- und Vokabellernen erlebten die LateinschülerInnen der 7. Kassen an der Friedrich-August-Genth-Schule in fast italienischer Sommerhitze wie man in der Antike Feste feierte.

„Latein muss nicht nur gelernt, sondern auch erlebt werden!“, betonte Studienrat Mario Wagner, „Genau das ermöglichen wir unseren Schülern!“ Nachdem seine Schüler fast ein Jahr sehr aufmerksam und fleißig sich mit Vokabeln, Formen und Kultur der Römer beschäftigt hatten, stand nun vor wenigen Tagen der Abschluss des ersten Lateinjahres bevor. Zuvor informierten sich die Schüler über die Ereignisse 79. n. Chr. in Pompeji, als der Vesuv eine ganze Großstadt unter heißer Asche begrub. Ein dort ausgegrabenes Wohnhaus hatte König Ludwig von Bayern im 19. Jahrhundert nahezu originalgetreu in Aschaffenburg nachbauen lassen.

Dorthin brach die Gruppe per Bahn auf. Die sommerliche Hitze ließ die Schüler sich wie in Italien fühlen. Angenehm kühl war es im Pompejanum. Die bunten und hohen Räume wurden bestaunt und aufmerksam den Ausführungen der Stadtführerin Monika Kurek gelauscht. Gemeinsam wurden Unterschiede zu heute festgestellt: „Es fehlen in den Gasträumen Fester, damit es schön kühl bleibt!“ „In der Küche gibt es fließend Wasser, da werden Abfälle hineingeworfen und dort ist auch eine Toilette!“, stellten beispielsweise die Schüler fest. Das Ketchup der Römerzeit, Garum, eine Fischsauce aus vergorenen Fischabfällen, fand bei den Schülern keinen Anklang. Umso mehr freuten sich Laurenz und Robin, zwei Schüler aus der Gruppe, in römische Kleidung schlüpfen zu dürfen, einmal als Sklave und einmal als Senatorensohn. Die Mädchen hingegen bestaunten eher die Frisuren und die Mode der damaligen Zeit.

Nach diesem Einblick in die Vorbereitung eines römischen Festes, die Räumlichkeiten, den Aufwand und die Vorarbeiten, ließ die Gruppe die Studienfahrt mit einem kurzen Stadtbummel und einem wohlverdienten Eis ausklingen, bevor es zurück nach Wächtersbach ging. Insgesamt zogen die Schüler folgendes Resümee: „Über die unterschiedlichen Lebensumstände von Sklaven und Römern haben wir einiges erfahren, mit den Römern hätten wir gerne mal getauscht, mit den Sklaven lieber nicht. Aber immerhin war es da schön kühl!“

 

 

Bild oben links: Frau Kurek erklärt der Gruppe eine antike Küche

Bild oben rechts: Laurenz Baumann als Senatorensohn, Robin Pfahls als Sklave

Bild unten: Die Gruppe lauscht aufmerksam den Erklärungen von Frau Kurek