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Friedrich-August-Genth-Schüler besuchen Point Alpha

Vor einigen Tagen unternahm die Klasse 9h zusammen mit ihrem Klassenlehrer Godehard Goralewski sowie den beiden Müttern Silvia Bittner und Beatrix Böhme-Manz, die die Tour mitgeplant hatten, eine Radtour von Wächtersbach zur Gedenkstätte Point Alpha in Geisa, um Geschichte einmal hautnah zu erleben.

Am Donnerstagmorgen startete der Großteil der Klasse von Birstein, dem Wohnort der meisten Schüler; in Hellstein stießen dann die restlichen Schüler dazu. Rasch war man in Wächtersbach und vom Bahnhof ging es weiter mit dem Zug nach Fulda. Hier begann die eigentliche Radtour; auf dem Milseburgradweg strampelte man mehr als 50 km und kam an Hofbieber, Hilders und Tann vorbei, bis man am späten Nachmittag das eigentliche Ziel, Geisa in der Rhön, erreichte.

Übernachtet wurde in einer der früheren Baracken der US-Soldaten direkt auf dem Point-Alpha-Gelände, dem wichtigsten US-Beobachtungsposten des Kalten Krieges. Am nächsten Morgen machte sich die Klasse ein Bild davon, wie die Menschen in der DDR gelebt hatten. Ein Zeitzeuge aus Geisa berichtete sehr anschaulich über die Geschichte der DDR und das Leben im Sperrgebiet. Nach einer kurzen Wanderung auf dem Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen und der Betrachtung der Grenzanlagen stand dann noch eine Besichtigung des ehemaligen US-Camps Point Alpha auf dem Programm. Hier bekamen die Schüler einen tiefen Einblick von der bedrohlichen Situation, die herrschte, als Deutschland geteilt war. Nachdenklich verließen die Schülerinnen und Schüler am Mittag diesen Ort der deutschen Geschichte.

Nach einer kleinen Stärkung begab sich die Klasse 9h dann auf den Heimweg. Diesmal radelte man etwa 30 km auf dem Kegelspielradweg von Rasdorf über Eiterfeld bis nach Hünfeld. Die restliche Strecke wurde dann wieder mit dem Zug zurückgelegt. Am Ende waren sich alle einig, etwas Besonderes gesehen und erlebt zu haben, denn mit dem Bus kommt schließlich jeder zu Point Alpha.