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Babyprojekt an der Friedrich-August-Genth-Schule

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr…! Mit diesem alten Sprichwort drückt man vieles aus, was sich im Verlauf der Elternschaft als schwierig herausstellt.

Viele Jugendliche dieser Altersstufe verspüren den Wunsch ein eigenes Kind zu haben, da sie damit viele positive Aspekte verbinden. Dass ein Baby aber nicht nur süß ist, sondern auch Arbeit und schlaflose Nächte bedeutet, konnten die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse des Hauptschulzweiges an der Friedrich-August-Genth-Schule unter sehr realistischen Bedingungen in der vergangenen Woche herausfinden.

Der Katholische Dienst Sozialer Frauen bietet unter der fachmännischen Leitung von Frau Böttger die Möglichkeit mit realitätsnahen Babysimulatoren für einige Tage das Elternsein zu erleben. Neben alltäglichen Aufgaben wie Füttern und Windeln wechseln, gehören auch Tätigkeiten, wie in den Schlaf wiegen und andere Bedürfnisse zu den Funktionen der Simulatoren. Während des mehrtägigen Versuchs (Tag und Nacht) zeichnet der Simulator das Verhalten der „Eltern“ genauso auf, wie die Sorgfalt der Pflege. Zum Ende des Projekts lassen sich so individuelle Auswertungen der „Eltern“ erstellen.

Im Vordergrund steht aber eindeutig, die Belastung zu simulieren, die ein Neugeborenes an Eltern stellt. Besonders das nächtliche Beruhigen bzw. Füttern stellte hier eine besondere Herausforderung an die Jugendlichen. So wurden Kinderwünsche relativiert und das Bewusstsein für die Verantwortung für ein Kind geschärft. Desweiteren wurden auch heikle Themen wie Alkohol in der Schwangerschaft und Kindeswohlgefährdung intensiv diskutiert.

Besonderer Dank geht laut der Klassenlehrerin Olga Ritter an den Förderverein der FAG-Schule, der die kompletten Kosten des Projekts gerne übernommen hat. Ein Projekt dieser Art lag den Mitgliedern sehr am Herzen und stellte eine Premiere an der Schule dar.