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Senioren stehen im Mittelpunkt

Schüler engagieren sich in der sozialen Betreuung

Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klasse des Realschulzweiges an der Friedrich-August-Genth Schule in Wächtersbach kommen wöchentlich zu einem Praktikumstag in das Marie-Juchacz-Haus der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Einrichtungsleiter Thorsten Unthan begrüßte alle neun Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerin Cristina Lehrian, die erneut den Einsatz der Jugendlichen im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes begleitet. Der erste Tag in der Einrichtung diente der Orientierung und dem Kennenlernen von Bewohnern und Mitarbeitern.

Ingeborg Zapp-Mack, zuständige AWO-Mitarbeiterin für die soziale Betreuung, erläuterte den Jugendlichen die Bedeutung dieser Arbeit für die Bewohner der Einrichtung. Um eine gute Lebensqualität zu erreichen, ist ein effektives Zusammenspiel von pflegerischen und hauswirtschaftlichen mit den für die soziale Betreuung zuständigen Mitarbeitern grundlegend. Den Bewohnern bereiten die Praktikanten der Friedrich-August-Genth-Schule mit ihren originellen Ideen immer wieder Abwechslung und Freude. Die Schüler stehen vor der besonderen Herausforderung, einen tragfähigen sozialen Kontakt zu einer Bezugsperson unter den Bewohnern herzustellen. Die dafür notwendigen Voraussetzungen sowie zahlreiche Vorschläge für die Freizeitgestaltung werden zunächst besprochen und dann umgesetzt.

Im Rahmen der in der Schule eingeplanten Reflexionsstunden verfassen die Schülerinnen und Schüler Tagebucheinträge, in denen sie die Erlebnisse und Erfahrungen, die sie wöchentlich bei der Arbeit mit den Bewohnern der AWO machen, festhalten. In diesem Zusammenhang befassen sich die Jugendlichen auch mit der Renten- und Pflegeversicherung, betrachten die Möglichkeiten der Altersvorsorge und bilden sich ein Urteil darüber, inwiefern die private Altersvorsorge sinnvoll ist oder nicht.

Weiterhin setzt sich die Gruppe innerhalb der Stadt Wächtersbach für barrierefreie Bewegung ein. Hierfür wird die Gruppe sich dafür einsetzen, den Lindenplatz so gestalten, dass sich Rollstuhlfahrer dort problemlos bewegen und alle Lokalitäten erreichen können. Bereits in der Vergangenheit haben entsprechende Schülervorschläge zu konkreten Veränderungen geführt. Die Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule haben dabei erfahren, dass Bürgermeister Andreas Weiher hier auf sachlich begründete Anregungen nicht nur positiv reagiert sondern sie auch umgesetzt hat.

Die AWO freut sich über den Einsatz von Aleksandra Agata, Sebastian Schauberger, Viktoria Simon, Mustafa Mohamed, Tobias Schroeder, Niklas Frost, Nancy Keller, Celina Schneider und Julia Arzer.