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Sonderzug "Bella Italia" - Abfahrt von Gleis 10

Studienfahrt der Klasse 10G nach Torre del Lago

Das letzte Jahr an der Friedrich-August-Genth Schule. Noch wirkt es für viele unwirklich und dennoch ging es Mitte September für die Klasse 10G zusammen mit ihrem Klassenlehrer Gerhard Gleis und der Sportlehrerin Annette Feeser auf große Studienfahrt - und zwar in den Süden. Den Schülerinnen und Schülern sollte eine aufregende Woche in der Toskana, in Torre del Lago, bevorstehen.

Nach einer ca. vierzehnstündigen Fahrt erreichten 31 mehr oder weniger ausgeschlafene Schüler den Campingplatz Europa in Torre del Lago, der für eine Woche ihre Unterkunft darstellte. Nachdem der erste Schock über die viele Wünsche offen lassenden Hütten, in denen man mit jeweils vier oder sechs Leuten untergebracht war, überwunden war, ging es auf zum zwanzig Minuten entfernten Strand, der für die Hütten großzügig entschädigte. Wunderschöner Sandstrand mit genau richtig temperiertem Wasser erwartete die Truppe. Aber wer denkt, dass sie sich hier eine Woche einfach am Strand von einer Seite auf die andere drehen konnten, um dabei ihren Teint aufzubessern, hat sich getäuscht. Auch Kultur war angesagt. Im Unterricht vorbereitete Referate wurden an Ort und Stelle gehalten und erhellten das Wissen über Gebäude und Plätze.

Mit ihrem treuen Busfahrer Peter machte sich die Gruppe auf nach Pisa, dem ersten Ziel, wo sie den Platz der Wunder mit dem bekannten schiefen Turm bestaunen durften.

Ein weiteres Ausflugsziel war Cinque Terre, wo Herr Gleis seine Schüler zu einer zweistündigen Küstenwanderung antrieb, die den ein oder anderen an seine/ihre schulische Laufbahn erinnerte: erst ging es steil bergauf und dann auf einem steinigen Weg stetig bergab. Die Ausblicke, die man während der schweißtreibenden Wanderung genießen durfte, waren allerdings atemberaubend und jede Schweißperle wert. Auch die italienische Nobelstadt Florenz stand auf dem Programm, wo sich der ein oder andere Hungrige zwei Bällchen Eis für acht Euro gönnte und ganz nebenbei auch noch Dom und Rathausplatz bewundern konnte.

Der nahegelegene Markt in Viareggio sollte der letzte große Programmpunkt sein.

Viele Schülerinnen stellten fest, dass auch Jungen kochen konnten. Die Selbstverpflegung mit gemeinsamen Kochen war nicht – wie befürchtet – eine großes Problem, sondern eine Chance die Mitschüler in einer anderen Weise zu erfahren und schätzen zu lernen.

So schnell verging also eine warme, sonnige Woche mitten in Italien, in der der ein oder andere sogar die Lehrer von Bushido und Co. überzeugen konnte und so manch einer auf der Kochstelle in der eigenen Campingplatz-Hütte ein offenes Feuer züngeln ließ.

Am letzten Abend ließen alle an einem improvisierten Lagerfeuer (bestehend aus Teelichtern) zu den euphorischen Klängen von Andreas Bouranis  "Auf uns" die Woche nochmal Revue passieren. Erfreulicherweise  war dabei zu beobachten, dass die neuen Schüler, die durch die Klassenaufteilung der Jahrgangsstufe zehn in die Klasse hinzugestoßen waren, gut in die bestehende Gemeinschaft aufgenommen wurden.

Somit gingen alle gestärkt und gebräunt in das letzte Jahr, was sowohl mit Wehmut als auch mit Freude empfangen worden ist.