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Herzkissen für Brustkrebskranke

Friedrich-August-Genth-Schule: Schülerinnen nähen für Patientinnen (FSH) der Gruppe Freigericht

 

Für den Schnuppertag der Friedrich-August-Genth Schule in Wächtersbach hatten die vier Nähkurse der pädagogischen Nachmittagsbetreuung unter Leitung von Martina Beringer etwas ganz Besonderes vorbereitet. Ziel war es etwas Gutes zu tun: Mit einem Kissen in Herzform für Brustkrebspatientinnen zeigten die Schülerinnen dem Publikum, welches Potenzial in der Tätigkeit des Nähens steckt.

Das Herzkissen kann von Brustkrebspatientinnen unter dem Arm getragen werden und lindert dadurch Narbenschmerzen, Lymphschwellungen und schützt die Narben vor Druck durch plötzliche Bewegungen oder Stößen, wie sie beispielsweise beim Husten oder im Straßenverkehr auftreten können. Damit kann es auch gut im Auto unter dem Gurt benutzt werden. Der Oberstoff besteht aus weicher, reiner Baumwolle. Gefüllt wird es mit genau 170 Gramm antiallergenen Kunststoffflocken. Die Qualität des Füllmaterials spielt eine große Rolle, da das Kissen häufig gewaschen werden muss und gut in Form und Volumen bleiben soll. Es lässt sich bei 30°/40° C in der Waschmaschine waschen und kann im Trockner wieder schnell getrocknet werden.

Im Unterricht haben sich die Teilnehmerinnen des Nähkurses zunächst über die Krankheit „Brustkrebs“ ausgetauscht. Mit viel Freude, Herz und Engagement wurde anschließend das speziell gefertigte Schnittmuster übertragen, der Stoff zugeschnitten, die Zuschnitte vernäht und das Kissen gefüllt. Nachdem das erste gemeinsam erstellte Musterkissen voller Freude in den Händen gehalten werden konnte, sind die Schülerinnen auf die Idee gekommen die Entstehung Ihrer Werke auch "life" vor Publikum der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Idee für den Schnuppertag war geboren. So zeigten die vier Nähanfängerinnen im Alter von 11-14 Jahre Anfang Februar, dass Teamarbeit kein Fremdwort ist.

Zwei Kissen konnten gleich am Stand überreicht werden. Die restlichen Kissen aus diesem Aktionstag wurden der Frauenselbsthilfe nach Krebs (Gruppe Freigericht) gespendet.

Schulleiter Gerhard Gleis war sehr erfreut, wie kreative Nähanfänger mit den Nähmaschinen umgehen und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun: „Es ist eine Herzensangelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes. Was hier Martina Beringer und den Mädchen aus allen Schulzweigen gelingt, ist vorbildlich und bewundernswert.“

Martina Beringer bedankte sich für das Engagement Ihrer Schülerinnen und allen Unterstützern der Aktion. Besonderen Dank wurden Anke Trischler vom Wiesbadener Näh-Salon für die Materialspenden, aber auch vielen weiteren Firmen, zuteil.

Foto:

(v.l.) Frau Blaich-Horn von (FSH), Kursleiterin Martina Beringer, Pauline Geipel, Bianka Tarakanow, Lara Erdreich und Sara Stolberg