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Friedrich-August-Genth-Schule: Förderung im Lesen und Schreiben

Probleme im Lesen und Schreiben nehmen bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zu, wie verschiedene Studien, zum Beispiel PISA, belegen. Als Antwort auf diese Entwicklung hat die Friedrich-August-Genth-Schule in den vergangenen Jahren ein umfassendes Förderkonzept entwickelt, das betroffenen Schülern effektiv hilft, diese Schwächen zu überwinden.

Was die Rechtschreibung betrifft, so nehmen alle Fünftklässler zunächst an einem Einstufungstest, dem „Deutschen Rechtschreibtest“ (DRT) teil. „Unser Anliegen ist es, die individuellen Fehlerschwerpunkte jedes Schülers zu identifizieren. Nur auf dieser Grundlage kann eine gezielte, effektive Förderung stattfinden“, betont die LRS-Beauftragte der Schule, Oberstudienrätin Christiane EdoRos. Diese Förderung besteht vor allem im Besuch eines speziellen Förderkurses, in welchem geschulte Fachkräfte die individuellen Fehlerschwerpunkte jedes Kindes bearbeiten und sicheres und richtiges Schreiben trainieren.

Die jüngsten Zahlen bestätigen beeindruckend den Ansatz der Schule: Nach Durchlaufen des Förderkurses erzielen fast 70% der teilnehmenden Schüler eine wesentliche Verbesserung ihrer Rechtschreibleistung, so dass ab dem 6. Schuljahr kein Förderkurs mehr besucht zu werden braucht. Maßnahmen des Nachteilsausgleiches, den die Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses bei gegebenen Voraussetzungen zwingend vorsieht, sowie individuelles häusliches Üben nach Vorgaben der Lehrkräfte sollen aber den begonnenen Trainingsprozess fortführen. Schließlich ist die sichere Beherrschung der Rechtschreibung eine wichtige Kompetenz nicht nur für die gesamte Schulzeit sondern darüber hinaus.

Da sicheres Lesen hierbei eine wichtige Rolle spielt, wird auch Leseförderung an der Friedrich-August-Genth-Schule nachhaltig unterstützt. Dies zeigt sich etwa im Engagement der sogenannten „Lesepaten“. Bei den Lesepaten handelt es sich um ältere Schülerinnen und Schüler, die auf vielfältige Weise dabei mithelfen, vor allem in den unteren Klassen zum Lesen anzuregen und Mitschülerinnen und –schüler für das Lesen zu begeistern. Diese Lesepaten kommen nach einer entsprechenden Schulung in die unteren Klassen, bringen tolle Bücher mit und helfen der jeweiligen Lehrkraft z.B. beim Aufbau einer Klassenbücherei. Aber auch beim Einsatz des Internet-Förderprogramms „Antolin“, das in vielen Klassen zum Einsatz kommt, können die Lesepaten helfen und nützliche Tipps geben.

Um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, gestalten die Lesepaten außerdem einen großen Schaukasten im Schulgebäude: Dieser wird regelmäßig mit aktuellen Büchern bestückt, wobei oft thematische oder jahreszeitliche Schwerpunkte gebildet werden.

Neben den Aktivitäten der Lesepaten fördert die Schule seit längerem auch auf andere Art die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler: So erfreut sich die Schülerbücherei seit Jahren großer Beliebtheit. Hinzu kommt mindestens eine Autorenlesung pro Jahr sowie der jeweils ab Oktober stattfindende Vorlesewettbewerb.