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Friedrich-August-Genth-Schule erweitert Angebot für die neuen fünften Klassen

Nach Elterngesprächen am Schnuppertag der Schule und Rückmeldungen aus den Grundschulen erweitert die Friedrich-August-Genth-Schule für die Schülerinnen und Schüler der neuen fünften Klassen ihr Bildungsangebot.

So wird für den Gymnasialzweig im kommenden Schuljahr auf freiwilliger Basis bei entsprechender Nachfrage aus der Elternschaft erstmals eine FSA-Klasse angeboten, in der das freie selbstständige Arbeiten ein methodisches Prinzip der Unterrichtsgestaltung ist. Hier hat die Schule bereits seit vier Jahren Erfahrungen im Haupt- und Realschulzweig gesammelt, wie Schulleiter Gerhard Gleis und die beiden Zweigleitungen Julia Wermter (Realschulzweig) und Frank Kulke (Hauptschulzweig) betonen. Maurice Pinkert, der Leiter des Gymnasialzweig, betonte, dass die Erkenntnisse aus den beiden anderen Schulzweigen bei der Planung für die mögliche Pilotklasse genutzt und fortentwickelt würden, da man das Rad nicht zweimal erfinden müsse.

Im Realschulzweig, der seit Jahren nach dem Prinzip der freien selbstständigen Arbeit organisiert worden ist, soll bei entsprechender Nachfrage im kommenden Schuljahr wieder eine herkömmlich organisierte fünfte Realschulklasse als Alternative angeboten werden. „Wir haben mit der FSA sehr positive Erfahrungen gemacht. Gleichwohl wollen wir den Eltern und Kindern, die eine Alternative zur FSA-Klasse suchen, ein wohnortnahes Angebot unterbreiten“, erklärte Gerhard Gleis. Durch eine vergleichbare Struktur im Realschul- und Gymnasialzweig (FSA-Angebote und herkömmliche Unterrichtsgestaltung) könne zudem die Durchlässigkeit zwischen den Zweigen unterstützt werden.

Nach sehr positiven Erfahrungen in diesem Schuljahr im Unterricht von fünften Klassen, in denen neben Realschülern auch Hauptschüler unterrichten wurden, werde man bei wahrgenommenen Akzeptanzproblemen in der Elternschaft diese Organisation im kommenden Schuljahr wieder aufgeben. „Obwohl wir in diesen kombinierten Klassen die wenigen Hauptschüler in den Kernfächern alleine unterrichtet haben und somit gezielt fördern konnten, müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass dieses „Modell“ offensichtlich nicht im notwendigen Maße die Zustimmung in der Elternschaft zu finden scheint“, stellt Direktor Gleis fest.

Insgesamt sei man jetzt davon überzeugt, dass mit der Erweiterung des schulischen Angebotes im Realschul- und Gymnasialzweig ein am Bedarf orientiertes Angebot unterbreitet werden könne, bei dem Elternwünsche Berücksichtigung gefunden hätten.

Die Schulleitung stehe jedem Elternteil für weitere Informationen gerne zur Verfügung, machte Schulleiter Gerhard Gleis deutlich.

Die an fünf Tagen in der Woche angebotene Pädagogische Mittagsbetreuung an der Friedrich-August-Genth-Schule mit an allen Tagen möglichem Mittagessen werde von immer mehr Schülerinnen und Schülern angenommen. Die Hausaufgabebetreuung für die fünften und sechsten Klassen, die Förderkurse in Hauptfächern für die Klassen fünf bis zehn und die Neigungskurse für alle Schülerinnen und Schülern, unabhängig von der Zweigzugehörigkeit, machten als Drei-Säulen-Modell das Herzstück der schulischen Arbeit an der Wächtersbacher Gesamtschule im Nachmittagsbereich aus. „18 % der Hauptschüler, 50% der Realschüler und 38 % der Schüler des Gymnasialzweiges haben sich in diese für die Eltern kostenlosen Nachmittagsangebote eingewählt,“ stellte Erich Neidhardt, stellvertretender Schulleiter, fest. Den Anteil gerade der Hauptschüler zu erhöhen, habe sich die Schulleitung als kurzfristiges Ziel vorgenommen.