Ein Blick hinter die Kulissen des Frankfurter Flughafens

Klasse 9i der Friedrich-August-Genth-Schule erlebte am 19. Juni einen einmaligen Ausflug zum größten Flughafen Deutschlands.

FRANKFURT. Vor ein paar Tagen erhielt die Klasse 9i der FAG-Schule eine Einladung der Fraport AG, um einen Einblick hinter die Kulissen sowie den Arbeitsalltag auf dem Frankfurter Flughafen zu bekommen. Begleitet wurde die Klasse von der Klassenlehrerin Ilka Wittke, der Englischlehrerin Gabriele Benner-Dickert, dem Schulleiter Gerhard Gleis und dem ehemaligen Lehrer Godehard Goralewski. Nach der Begrüßung durch den Senior Executive Manager Michael Pötz und einem Vortrag über Daten und Fakten des Airports unternahm die Klasse eine Rollfeldrundfahrt, bekam ein Mittagessen sowie den exklusiven Einblick in die Leitwarte für Gepäckanlagen.

Nachdem die Klasse am Regionalbahnhof des Frankfurter Flughafens gegen 10:00 Uhr eintraf, wurde sie von Michael Pötz, der die Schülerinnen und Schüler durch den Tag begleitete, in Empfang genommen. Für ein freudiges Lächeln bei den Neuntklässlern sorgte der Snack-Empfang. Verschiedene Getränke, Obst und Sandwiches dienten als willkommene Stärkung. Anschließend lauschten die Teilnehmer einem Vortrag von Michael Pötz, in dem es um den Aufbau sowie die infrastrukturelle Bedeutung des Flughafens ging. Daraufhin ging die Klasse durch das Terminal zu einem großen Busparkplatz. Nach kurzer Wartezeit kam dann der Shuttlebus, der die Klasse zum Eingang und zur Sicherheitskontrolle des Rollfelds brachte. Die ca. 5-minütige Fahrt ging an sämtlichen Bürogebäuden des Frankfurter Flughafens, unter anderem einem großen Gebäude der Lufthansa, dem Aviation Center vorbei, welches zunächst wie eine etwas überdimensionierte Tennishalle wirkt. In dieser Halle befinden sich 25 Flugsimulatoren, die angehende Piloten auf die Arbeit in luftiger Höhe vorbereiten sollen. Diese Flugsimulatoren werden jedoch nicht nur von der Lufthansa benutzt, sondern auch von 200 weiteren Airlines. Der Bus hielt nun etwas abgelegen an der Sicherheitskontrolle. Bevor die Teilnehmer das Rollfeld betreten konnten, wurden sie auf Drogen, Sprengstoff und andere illegale Gegenstände untersucht. Auf der anderen Seite der Sicherheitskontrolle erhielt jeder Schüler eine gelbe Warnweste. Diese dient als Sicherheitsvorkehrung, um im Notfall auf dem Rollfeld erkannt zu werden. Von dort aus ging die Gruppe nun zur Busstation, von wo auch die Busse abfahren, die die Passagiere zu ihrem Flugzeug bringen. Nun wurde die Klasse kreuz und quer über das Rollfeld gefahren. Ein Besucherguide erklärte während der Fahrt alle wissenswerten Informationen über den Flughafen. Gegenüber von Terminal 1 und Terminal 2, auf der anderen Seite des Rollfelds, befindet sich aktuell ein großer Sandhaufen. Dort entsteht gerade Terminal 3, dieses Terminal wird nach der Fertigstellung spezialisiert auf Güterabfertigung sein. Als Nächstes konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah miterleben, wie ein Cargo Flugzeug, also ein Frachtflugzeug, in den zugewiesenen Parkplatz sicher eingewiesen wurde. Einige hundert Meter weiter konnten die Neuntklässler einen Airbus A380 in seiner vollen Größe bestaunen und erfuhren, dass die Produktion dieses Bautyps 2021 eingestellt wird. Weiter fuhr der Bus dann über eine große freie Fläche, die zu Zeiten des Kalten Krieges der US-Armee gehörte. Jedoch wurde dieses Areal 2004 wieder zurück an die Fraport AG gegeben. Nächstes Ziel war die Nordwest-Landebahn des Frankfurter Flughafens. Außerdem konnte man gut die außerhalb gelegene Gedenkstätte der Luftbrücke über Berlin zu Zeiten der DDR beobachten. Neben einer großen Gedenktafel befinden sich dort auch zwei solcher Flugzeuge, die damals sogenannte Care-Pakete über dem Ostteil Berlins abwarfen. Der Bus fuhr danach entlang der Halle der Lufthansa-Technik. Dies ist eine große Wartungshalle, in der alle Lufthansa Maschinen TÜV-geprüft, repariert und gewartet werden. Zurück im Terminal führte uns Herr Pötz zur zentralen Leitwarte für die Gepäckanlagen. Von diesem Großraumbüro ausgehend, wird das gesamte Gepäcksystem des Frankfurter Flughafens gesteuert. An der einen Seite war eine gebogene Wand zu sehen, die die Wege der Gepäckstrecken aufzeigt. Direkt daneben auf der anderen Seite des Büros hängen jedoch große Monitore, die die Anzeigetafel schon bald vollständig ersetzen werden. Von der Leitwarte für die Gepäckanlagen ging es dann zur Mitarbeiterkantine des Frankfurter Flughafens. Dort bekamen alle Schülerinnen und Schüler und die Begleitpersonen eine warme Mahlzeit spendiert. Als Dankeschön für die Organisation dieses einmaligen Erlebnisses wurde Herrn Pötz im Namen der ganzen Klasse ein Buch und Pralinen als Präsent überreicht. Von der neunten Klasse der Friedrich-August-Genth-Schule wurde der erlebnisreiche Tag am Frankfurter Flughafen äußerst positiv aufgenommen.